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12.10.2015
IG Metall Bayern fordert nachhaltiges Zukunftskonzept für Bosch Rexroth

(Pressedienst 58/2015: Standortübergreifender Aktionstag bei Bosch Rexroth) Mit einer gemeinsamen Großkundgebung folgen am 12. Oktober rund 2.500 Beschäftigte aus über 15 deutschen Bosch Rexroth-Standorten dem Aufruf der IG Metall, gegen die massiven Sparpläne des Unternehmen zu protestieren.

Bosch Rexroth hatte Ende Juli angekündigt, seinen Geschäftsbereich „Mobile Anwendungen“ mit einem Kostensenkungsprogramm über 450 Millionen Euro steigendem Wettbewerbsdruck und rückläufiger Marktentwicklung anzupassen. Die IG Metall Bayern sieht ebenfalls dringenden Handlungsbedarf, fordert aber anstelle rigoroser Kostensenkung konstruktive Maßnahmen mit dem Ziel, die Standorte nachhaltig zukunftsfähig zu machen.

IG Metall-Bezirksleiter Jürgen Wechsler brachte bei der Kundgebung in Elchingen die Stimmung im Unternehmen auf den Punkt: „Die Signale stehen bei Rexroth auf Sturm und die Belegschaften an allen Standorten sind nicht mehr willens, tatenlos zuzuschauen, wie ihr Unternehmen immer mehr in Schieflage gerät. Wir wehren uns gegen Pläne, die nicht die nachhaltige Behebung der Ursachen im Blick haben, sondern die einem Kurzfristdenken folgen, das zu Lasten der Beschäftigten geht.“

In ihrer bisher bekannten Form bergen die Pläne von Bosch Rexroth aus Arbeitnehmersicht erhebliche Risiken nicht nur für die unmittelbar betroffenen Bereiche, sondern potenziell für das gesamte Unternehmen. Wechsler betont: „Hier wird eine gefährliche Abwärtsspirale in Gang gesetzt, die Bosch Rexroth langfristig in Gesamtheit massiv gefährdet. Dieses Sterben auf Raten, das hier eingeleitet wird, muss aufhören.“ Betriebsräte und IG Metall fordern vor diesem Hintergrund ein tragfähiges Zukunftskonzept, das die Ursachen für die wirtschaftliche Schieflage des betroffenen Bereichs beseitigt, statt einseitig die Kostenschraube anzuziehen. Ein derartiges Konzept muss auch die Expertise der Arbeitnehmerseite einbeziehen, so Wechsler: „Die Erkenntnisse und Alternativen der Arbeitnehmerseite müssen bei allen bevorstehenden Entscheidungen berücksichtigt und ergebnisoffen verhandelt werden.“

Langfristiges Ziel der IG Metall und der Betriebsräte ist es bei Bosch Rexroth, die Wertschöpfung an den deutschen Standorten zu stärken und die Produktivität zu steigern. Dabei trägt nach ihrer Überzeugung auch die Konzernmutter Bosch wesentlich Verantwortung, so Wechsler abschließend: „Kurzfristige Sparziele, die das gesamte Unternehmen gefährden, werden wir als IG Metall nicht dulden. Wir fordern Zukunftsinvestitionen und -innovationen ein, und Freiraum und Wege, um Innovationen entwickeln zu können. Dazu nehmen wir auch Bosch in die Pflicht!“

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