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08.06.2016
Bosch Rexroth: 3.000 für eine solide Zukunft

Bei Bosch Rexroth beharrt das Management weiter auf Restrukturierungsplänen, die nach Einschätzung der Arbeitnehmerseite das gesamte Unternehmen gefährlich schwächen. Bei einem gemeinsamen Aktionstag in Lohr forderten Beschäftigte aller Standorte bundesweit, ihre Vorschläge ernsthaft in eine konstruktive Diskussion über Alternativen einzubeziehen.

IG Metall, Gesamtbetriebsrat und Betriebsräte wollen nicht hinnehmen, dass Bosch Rexroth nach intensiven Verhandlungen plötzlich in der Gießerei in Lohr am Main und in Elchingen Fakten zu schaffen versucht. Das Unternehmen hatte zuvor einen Arbeitnehmerdialog zugesagt, der nun mit einem kurzfristigen Ultimatum faktisch aufgekündigt wird: Bis zum 10. Juni sollen die Arbeitnehmervertreter einer nur leicht abgemilderten Version des ursprünglich geplanten Kahlschlags zustimmen.

Dieser sogenannte Kompromissvorschlag des Arbeitgebers könnte allerdings nach Überzeugung der Arbeitnehmer die Standorte in einen gefährlichen Abwärtssog ziehen. Zugleich entsteht der Verdacht, dass Rexroth sich jetzt in Lohr und Elchingen auf Biegen und Brechen durchsetzen will, um anschließend leichtes Spiel in Homburg und Horb zu haben. Dabei allerdings haben sie die Rechnung ohne die Beschäftigten gemacht: Sie demonstrierten am Mittwoch, dass sie an allen Standorten - Elchingen, Homburg, Horb, Lohr - weiter gemeinsam für eine realistische Zukunftsperspektive einstehen.

Eine solche Perspektive bieten alternative Ansätze der Arbeitnehmerseite, die keineswegs blauäugig sind: Auch sie sehen einen, wenn auch stark reduzierten, Stellenabbau vor. Dieses Opfer ist jedoch nur akzeptabel, wenn es mit der Aussicht auf eine solide Aufstellung für die Zukunft einhergeht. Dass solche echten Kompromisse auch bei Bosch Rexroth möglich sind, haben beide Seiten an den DC MA-Standorten Augsfeld und Schwieberdingen bereits bewiesen.

Als Fazit des Aktionstages ist die Unternehmensführung gefordert, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und dort tragfähige Entscheidungen zu treffen. Die Arbeitnehmer jedenfalls sind weiter handlungsfähig und trotz aller inhaltlichen Differenzen zu konstruktiven Gesprächen bereit - sofern Bosch Rexroth nicht versucht, fragwürdige Beschlüsse mit Gewalt von oben nach unten durchzudrücken.


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